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Häfen


Ostsee-Hafen

Ostsee-Hafen setzt auf modernes Sicherheitskonzept

Sicherheit maßgeschneidert

Jeder Hafen ist eine Welt für sich, weshalb es bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen immer auch gilt, individuelle und lokale Gegebenheiten mit zu berücksichtigen. So müssen für die Zutrittskontrolle die Daten mehrerer tausend Mitarbeiter verwaltet werden, denn neben den Hafenbetreibern residieren auch weitere Unternehmen auf dem maritimen Gewerbegelände. Hinzu kommen Passagiere und Besucher. Welche Maßnahmen wo zu treffen sind, kann nur eine genaue Analyse zeigen, das sogenannte Port Facility Security Assessment.

Hier fließen individuelle Besonderheiten des Hafenbetriebes ebenso ein, wie die Anforderungen des ISPS-Codes. Aufgrund der so generierten Daten erstellte MIDITEC konkrete Sicherheitspläne (Port Facility Security Plan), welche sowohl technisch als auch personell umgesetzt wurden.

Schritt für Schritt zu mehr Sicherheit

Den Grundstock für eine umfassende Sicherheits-Lösung legte das Bremer Sicherheitsunternehmen im Hafen mit einer Zutrittskontrolle, mit der zunächst zwei Tore ausgerüstet wurden. Die MTZ® Business Solution von MIDITEC ist modular aufgebaut und erlaubt bei Einsatz der unterschiedlichen Module, beispielsweise „Access“ für die Zutrittskontrolle oder „Visitor“ für die Besucherverwaltung ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Die webbasierte Anwendung kann von jedem PC der Hafenverwaltung über das Intranet, bei Bedarf aber auch mobil über das Internet angesteuert werden. Das kommt den Anforderungen auf dem Hafengelände entgegen, denn die Sicherheitsleitstände sind örtlich ungebunden und wechseln mit den Schichten der Mitarbeiter mehrmals täglich. Die Lösung ermöglicht diesen einfachen Standortwechsel schnell und unbürokratisch, ohne den Tagesablauf auf dem Hafengelände zu beeinträchtigen oder eine Lücke in das Sicherheitskonzept zu reißen.

Das Programm für die Zutrittskontrolle erlaubt individuell parametrierbare Wochenprogramme und Zeitzonen. Damit lässt sich die Zutrittserlaubnis für alle Mitarbeiter, die das Hafengelände betreten, detailliert konfigurieren und an die Bedürfnisse des Schichtbetriebes auf dem Areal anpassen. Unregelmäßigkeiten werden vom System automatisch erkannt und an den zentralen Sicherheitsleitstand gemeldet. Das System schlägt automatisch entsprechende Maßnahmen vor oder führt diese selbst durch – je nachdem welcher Bereich betroffen ist und welche Systemoption hierfür gewählt wurde.

Besuche ohne Bürokratie

Ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitslösung ist die Besucherverwaltung (Visitor), die auf dem Hafengelände ein breites Anwendungsspektrum abdeckt. Sie ermöglicht beispielsweise die automatische An- und Abmeldung von Besuchern. Besucherausweise lassen sich individuell erstellen und ermöglichen den Gästen den Zugang zu den für sie relevanten Bereichen auf dem Hafengelände.
Per Besuchervoranmeldung können Mitarbeiter, die Gäste erwarten, deren wichtige Eckdaten hinterlegen und auch die Besuchsdauer eingrenzen. Das Empfangspersonal hat damit alle wichtigen Daten parat, wenn der Besucher eintrifft. Das Verlassen des Geländes ist für Besucher unbürokratisch, da die Ausweise automatisch durch Schluckleser eingezogen werden und den Umweg über den Pförtner ersparen. Die Zutrittserlaubnis erlischt nach Ablauf der vorgegebenen Besuchszeit, wenn sie nicht manuell verlängert wird, falls beispielsweise ein Besuch länger dauert, als vorab erwartet.

Kfz-Kennzeichen werden automatisch erkannt

Die Besucherverwaltung steuert auch den LKW-Verkehr auf dem Hafengelände. LKWs werden wie Besucher mit allen wichtigen Daten vorangemeldet. Die Kennzeichenerfassung erkennt das Kennzeichen an den Toren und verifiziert diese. Der Vorgang dauert nach Erreichen der Haltelinie an den Zugangstoren nicht mehr als zwei Sekunden. Stimmen alle Eckwerte überein, öffnet sich die Schranke umgehend. Das System ist in der Lage, sämtliche europäischen Kennzeichen automatisch zu erkennen und zuzuordnen.
Fahrzeuge ohne Kennzeichen, beispielsweise Transportfahrzeuge für Container, identifizieren Weitbereichsleser. Auf diese Weise lässt sich auch der Verkehr auf dem Hafenareal kontrollieren. Verursachen beispielsweise Fahrzeuge auf dem Gelände Beschädigungen, erkennen Kamerasysteme die Vorgänge und diese lassen sich problemlos nachverfolgen. In der Nacht kommen Infrarot-Kameras zum Einsatz, so dass eine durchgängige Überwachung mit rechtlich verwertbarem Bildmaterial möglich ist. Fahrzeuge lassen sich auch manuell in das System einbuchen und erhalten so eine Zugangsberechtigung für den Rostocker Hafen. Haben Besucher oder Lieferantenfahrzeuge keine vorab erstellte Zutrittsberechtigung, klingeln diese am Zugangstor. Auf dem PC des verantwortlichen Mitarbeiters am Sicherheitsleitstand öffnet sich ein Fenster mit einem Kamerabild und der Besucher kann identifiziert werden. Die Torfreischaltung erfolgt dann manuell per Mausklick.

Sicherheit zu Land und zu Wasser

Mittlerweile ist die MIDITEC-Lösung auf dem Hafengelände flächendeckend im Einsatz. Das System steuert aktuell 17 Tore und diverse Schrankenanlagen. Im angeschlossenen Videoüberwachungssystem sind zurzeit 80 Netzwerkkameras im Einsatz. Geschultes Personal sichert auf den Terminals durchgehend sämtliche Kontrollmaßnahmen ab. Gemeinsam mit Sicherheitsbehörden wie der Wasserschutzpolizei, der Polizeiinspektion, der Feuerwehr und dem Zoll ist auf dem Hafengelände ein durchgängiges Sicherheitskonzept realisiert worden, das Passagiere, Besucher, Mitarbeiter und Waren vor möglichen Übergriffen schützt. Sollte es zu Bedrohungen kommen, die im ISPS-Code im Einzelnen definiert werden, lässt sich der gesamte Hafen über das MIDITEC-Sicherheitskonzept innerhalb weniger Sekunden sperren. Diese Sperrung kann nur der autorisierte Administrator wieder aufheben.

„Das System läuft bei uns 365 Tage, 24 Stunden am Tag fehlerfrei“, sagt der Leiter der Hafensicherheit/Port Security Officer. „Es ist sicher und dennoch einfach und schnell zu handhaben. Die Lösung der Bremer Sicherheitsexperten kann bei Bedarf ständig erweitert werden, beispielsweise wenn Liegeplätze hinzukommen oder neue Kunden unser Gelände nutzen wollen. Damit haben wir bisher für jede neue Herausforderung in kürzester Zeit eine adäquate Lösung gefunden.“


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